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Widdau

Kategorie: Geographie
Veröffentlicht: Mittwoch, 24. März 2010
Geschrieben von Anke

Der alte Mann lacht herzlich und warm. Erst nach ein paar Minuten beruhigt er sich wieder ein wenig. Glucksend und manchmal Kopfschüttelt erzählt er dir mit besonders übertriebener Betonung vno Widdau.

Widdau... ja, dat ist ein Kaff. Wirklich ein Kaff. Weniger Straßen, wenige Häuser... wenige Einwohner, aber einen Jupp Steinmeier. Es jibt abba echt och nur einen einzigen wie den.

Damals, als Schieferbruch die Mauer jebaut hat, da meine der Jupp dat er och eene will. Abba dessen Mauer geht mir gerademal bis zu Hüfte.... Und dann... ja dann hat er och noch beschlossen, dass Widdau ja ne tolle Vogtei sei. Und sich selber zum Vogt ernannt.... da ist ihm auch niemand echt böse, weil es einfach net ernst zu nehmen ist.

Aber eines, mein Jung, dat muss ich dem Jupp lassen! Er braut den besten Schnaps von janz Condra, den Vierkant! Magst noch 'n Schluck?

Der alte Mann hält dir die braune Flasche hin und nickt dir freudig zu.

Tileam

Kategorie: Geographie
Veröffentlicht: Mittwoch, 24. März 2010
Geschrieben von Anke

Der alte Mann hebt seine Flasche und prostet in die Luft als ob er jemanden unbekanntes die Ehre erweisen wolle.

Tileam, ein Dorf der Piraten. Huren, Gauner, Diebe... Mörder... Alles ist dort zu finden, und doch ist es dieses Land weshalb man den Namen "Den Marsch der Tränen" in Condra kennt.

Die Augen des Mannes werden wie aufs Stichwort glasig und blicken in die Ferne.

Vor einigen Jahren haben viele Condrianer ihr Leben auf diesem Marsch der Tränen gegeben. Keen Nekaner hatte sich mal getraut nach Tileam zu gehen, aber dafür ham die Tileamer mit ihrer Freiheit gezahlt gehabt.

Damals ham wir Grenzbrueck gedankt für die Hilfe gegen die Nekaner, und dafür gaben wir ihnen Tileam. Aber durch die Unruhen - natürlich keen Wunder in so ner Stadt - war Grenzbrueck soweit denen das letzte bisserl Freiheit zu stehelen was die noch hatten. Entweder sollten sie Grenzbruecker werden oder mitten im Winter dat Städchen verlassen.

Damals sind dann ungefähr 200 von den Tileamern gegangen und haben ihre Heimatstadt verlassen. Sie waren freie Condrianer, alle Kinder, Alte und Kranke, das waren freie Condrianer. Sie wanderten 2 Wochen lang durch den kalten Schnee, wodurch viele starben, aber sie gingen weiter.

Tharemis gab jedem einzigen Tileamer eine Unterkunft und gemeinsam standen sie das alles durch. Wir sind halt Condrianer.. ein freies Volk! Und dat lässt sich keiner von uns nehmen!